Presseinformationens-Archiv
der Zentralstelle KDV

Deutlich mehr Männer im Zivildienst als im Wehrdienst

Hohe Einberufungsquote schafft viele berufliche Härten

16.12.2005 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Im Dezember gibt es knapp 48.000 Grundwehrdienstleistende* und über 73.000 Zivildienstleistende**. Da weniger als die Hälfte der tauglich Gemusterten verweigern, zeigen diese Zahlen, dass von Gleichbehandlung keine Rede sein kann.

Da viele Einberufene sich nicht freiwillig zum Dienst melden, sondern aus ihrem normalen Lebensweg heraus einberufen werden, kommt es vor allem bei Kriegsdienstverweigerern zu besonderen Härten. Studenten müssen für den Zivildienst ihr Studium unterbrechen, Arbeitnehmer verlieren mit dem Antritt des Zivildienstes ihre reguläre Arbeit.

Die Zentralstelle KDV fordert die politisch Verantwortlichen auf, gleiche Einberufungsregelungen zu schaffen und nicht mehr Kriegsdienstverweigerer zum Zivildienst heranzuziehen als Wehrpflichtige zum Grundwehrdienst.


*) Quelle: www.bundeswehr.de (Stand: 5.12.2005). Die Zahl der Grundwehrdienstleistenden W9 ist mit 35.486 angegeben. 24.417 leisten freiwillig längeren Wehrdienst, im Durchschnitt 19 Monate. 11.600 befanden sich in den ersten neun Monaten dieses freiwillig verlängerten Wehrdienstes, so dass sich im Dezember insgesamt knapp 48.000 Wehrdienstleistende im neun Monate dauernden Grunddienst befanden.

**) Quelle: www.zivildienst.de (Stand 6.12.2005: 73.245 Zivildienstleistende im Dienst) Zusätzlich leisten im Dezember 3.807 Kriegsdienstverweigerer anstelle des Zivildienstes ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr (siehe www.zivildienst.de ). In den ersten neun Monaten dieses Dienstes befanden sich 3.677 Kriegsdienstverweigerer. Insgesamt waren also 76.922 Dienstpflichtige im Dienst.

 
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