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der Zentralstelle KDV

50 Jahre Zentralstelle KDV

50 Jahre Engagement für die Gewissensfreiheit der Kriegsdienstverweigerer

22.02.2007 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Die Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V. lädt ein zu einer Pressekonferenz

50 Jahre Zentralstelle KDV
50 Jahre Engagement für die Gewissensfreiheit der Kriegsdienstverweigerer
am 2.3.2007 um 11.00 Uhr
in der Französischen Friedrichstadtkirche,
Raum „M.Barot“, Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin
(Nebeneingang auf der Seite zur Französischen Straße)

mit Dr. Margot Käßmann, Präsidentin der Zentralstelle KDV,
Renate Schmidt, ehemalige Präsidentin der Zentralstelle KDV,
Ulrich Finckh, ehemaliger Vorsitzender der Zentralstelle KDV und
Michael Germer, stellvertretender Vorsitzender der Zentralstelle KDV

Am 2. März 1957, unmittelbar bevor die ersten Grundwehrdienstleistenden am 1.4.1957 den Dienst in der Bundeswehr antreten mussten, wurde die Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V. von elf Organisationen in Dortmund gegründet. Kriegsdienstverweigerer wurden als „Ohne-Michel“ und „Drückeberger“ diffamiert, die Anerkennungsverfahren vor den Ausschüssen dauerten oft den ganzen Tag und endeten nicht selten mit einer Ablehnung. Nur wenige trauten sich zu, das Verweigerungsverfahren zu bestehen. Sieben Monate länger als der Wehrdienst sollte der Zivildienst 1961 dauern. Daraus wurde in der Praxis nichts, aber 1984 wurden fünf Strafmonate eingeführt.
Heute gibt es ein rein schriftliches Anerkennungsverfahren für Kriegsdienstverweigerer, der Zivildienst dauert nicht mehr länger als der Wehrdienst. Aus einem Verweigereranteil an den Gemusterten von 4,3 % in der 50er Jahren sind heute knapp 50 % geworden. Die Arbeit der Zentralstelle KDV in den letzten 50 Jahren hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass Verweigerung des Dienstes für den Krieg gesellschaftliche Normalität geworden ist.

Rund 10.000 Anfragen pro Jahr erreichen die Zentralstelle KDV auch jetzt noch. Ihre Unterstützung ist von Kriegsdienstverweigerern also nach wie vor stark gefragt. Wehrungerechtigkeit, deutlich mehr Einberufungen zum Zivildienst als zum Wehrdienst, Verlust des Arbeitsplatzes, Ausbildungsverzögerung oder Studienplatzverlust durch Einberufungen, sind Stichworte für die Arbeit, die die Zentralstelle KDV heute zu leisten hat.

Über die Arbeit in den letzten 50 Jahren und über die Aufgaben, die die Zentralstelle KDV in Zukunft bewältigen will, wird berichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Tobiassen

PS.: Für eine Anmeldung per E-Mail - Zentralstelle.KDV@t-online.de - wäre ich dankbar.



 
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