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der Zentralstelle KDV

Projekt "Freiwillig verlängerter Zivildienst" wurde eingestellt

Endlich Schlussstrich gezogen

08.05.2008 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Das Projekt "Freiwillig verlängerter Zivildienst" wird von der Bundesregierung nicht weiter verfolgt. Damit wurde endlich ein Schlussstrich gezogen unter dem Versuch, Pflichtdienste auszuweiten und dadurch reguläre Arbeitsverhältnisse zurückzudrängen.

Die Zentralstelle KDV hatte das Vorhaben des Jugendministeriums wiederholt scharf kritisiert. Diese Bedenken haben sich durchgesetzt.

Das Projekt "Freiwillig verlängerter Zivildienst" wird von der Bundesregierung nicht weiter verfolgt. Damit wurde endlich ein Schlussstrich gezogen unter dem Versuch, Pflichtdienste auszuweiten und dadurch reguläre Arbeitsverhältnisse zurückzudrängen.

Die zuständigen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Caren Marks und Sönke Rix, erklärten dazu am 8.5.2008: "Es gibt indes keine Einigung zwischen den Koalitionspartnern über die gesetzliche Regelung einer Verlängerung des Zivildienstes. Einen entsprechenden Vorschlag hatte der Bundesbeauftragte für Zivildienst eingebracht. Eine solche Neuregelung wäre weder durch den Koalitionsvertrag abgedeckt noch deren Notwendigkeit nachgewiesen. Sie hätte zu Mehrkosten für den Bund sowie zu mehr Bürokratieaufwand für das Bundesamt für Zivildienst und die Einsatzstellen geführt. Wir begrüßen daher, dass die Einführung einer freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes in der Koalition nicht weiter verfolgt wird. Junge Männer können schon heute einen Freiwilligendienst statt eines Zivildienstes absolvieren und vielfältige Angebote im Anschluss an den Zivildienst nutzen. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich weiterhin dafür ein, das bürgerschaftliche Engagement zu stärken und Freiwilligendienste wie das FSJ und FÖJ auszubauen. Eine Vermischung von Pflichtdiensten mit Freiwilligendiensten lehnen wir ab."

Die Kritik der Zentralstelle KDV im Wortlaut

 
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