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der Zentralstelle KDV

Ob der Finanzminister das mitmacht?

390 Millionen mehr, um Zivildienstdauer zu verdoppeln

11.05.2010 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Zivildienstleistende werden vom Bund hoch subventioniert. 390 Millionen Euro soll das Bundesfinanzministerium für die Pläne von Familienministerin Schröder zusätzlich zu den regulären Zivildienstkosten zur Verfügung stellen. Die Arbeitsstunde eines Zivildienstleistenden kostet den Arbeitgeber dadurch weniger als 3,70 €. Für eine regulär beschäftigte Hilfskraft müsste er das Dreifache aufwenden. Mit der Zivildienstverlängerung werden bis zu 45.000 reguläre Arbeitsplätze im Sozialbereich ersetzt. Gering qualifizierte Arbeitskräfte werden auf diese Weise mit Bundessubventionen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt.

Ab 2011 wird der Zivildienst im Regelfall zwölf Monate dauern, wenn der Bundestag die vom Familienministerium beabsichtigten Änderungen im Zivildienst beschließen sollte. Während der Grundwehrdienst von neun auf sechs Monate verkürzt wird, können 95 % der Zivildienststellen zukünftig selbst bestimmen, wie lange der Dienst der Kriegsdienstverweigerer dauern soll. Viele Einrichtungen haben bereits angekündigt, dass sie lieber einen Zivildienstleistenden für zwölf Monate statt zwei Zivis hintereinander mit jeweils sechs Monaten beschäftigen werden. So vermeiden sie doppelte Einarbeitung und doppelte Lehrgänge.

Die Zentralstelle KDV lehnt diese Pläne der Union strikt ab.

 
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