Presseinformationens-Archiv
der Zentralstelle KDV

Zivis weiter mit Zusatzmonat bestraft

22.08.2003 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888

Der Vorsitzende der Zentralstelle für Recht und Schutz der
Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V., Ulrich Finckh, erklärt zu
der heutigen Vereinbarung zwischen Zivildienstarbeitgebern und
Bundesministerin Renate Schmidt, die Zivildienstdauer nicht der
Wehrdienstdauer anzugleichen:

Zivildienstleistende sollen weiter mit Zusatzmonat bestraft werden

Obwohl Wehrübungen für Grundwehrdienstleistende völlig eingestellt worden
sind, ist Bundesministerin Renate Schmidt von ihrer Zusage abgerückt, die
Dienstzeit der Zivildienstleistenden endlich der Wehrdienstdauer
anzugleichen. Der Kniefall vor den Arbeitgeberinteressen der
Wohlfahrtsverbände verlängert die Benachteiligung der Zivis.

Bekanntlich wird nur noch ein Teil der Wehrpflichtigen einberufen. Diese
allgemeine Ungerechtigkeit wird durch den Zusatzmonat im Zivildienst noch
verschlimmert. Wer so mit jungen Menschen umgeht, darf sich nicht wundern,
wenn diese nichts mehr von ihm wissen wollen.

 
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