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der Zentralstelle KDV

Im Zivildienst führt Sparen zu mehr Gerechtigkeit

22.10.2003 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Gleiche Dienstdauer und die Angleichung der Einberufungszahlen würden die Ausgaben des Familienministeriums um 150 Millionen Euro verringern. Neue Haushaltseinsparungen können in den Politikbereichen Familie, Senioren, Frauen und Jugend vermieden werden, wenn Zivildienstpflichtige endlich fair behandelt werden.

Für 2004 ist angekündigt, 100.000 Wehrpflichtige zum Grundwehrdienst und 121.000 Dienstpflichtige zum Zivildienst (so das Bundesamt für den Zivildienst, www.zivildienst.de/rechte/sonderi/2003_6.pdf) einzuberufen. Bei einem Verweigereranteil von knapp 40 Prozent zeigt schon der erste Blick, dass Kriegsdienstverweigerer deutlich mehr zur Dienstleistung herangezogen werden. Die unterschiedliche Dienstdauer verstärkt die Benachteiligung. Von 100.000 Wehrpflichtigen werden jeweils neun Monate Grundwehrdienst verlangt, insgesamt also 900.000 Dienstmonate, von 121.000 Zivildienstpflichtigen aber jeweils zehn Monate, also insgesamt 1,21 Millionen Dienstmonate. Das ist ein glattes Drittel mehr.

Die Zentralstelle KDV fordert, die doppelte Benachteiligung der Kriegsdienstverweigerer zu beenden und die Zivildienstdauer endlich der Wehrdienstdauer anzugleichen.

Gleiche Dienstdauer und die Angleichung der Einberufungszahlen – im Koalitionsvertrag von 2002 fest vereinbart – würden die Ausgaben des Familienministeriums um 150 Millionen Euro verringern. Neue Haushaltseinsparungen, die der Finanzminister seit Montag dieser Woche verlangt, können in den Politikbereichen Familie, Senioren, Frauen und Jugend vermieden werden, wenn Zivildienstpflichtige endlich fair behandelt werden.

 
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