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der Zentralstelle KDV

Wegfall des Zivildienstes kann den Arbeitsmarkt beleben

12.01.2004 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Seit Jahren ist bekannt, dass zwei Dauerarbeitskräfte die Arbeit von drei Zivildienstleistenden erledigen können. Die immer wiederkehrende Einarbeitung entfällt bei Dauerarbeitskräften, und deren lange Arbeitserfahrung vermeidet Fehler und Leerlauf. 45.000 Euro kosten drei Zivis pro Jahr, 22.500 Euro stehen also jeder der beiden nötigen Ersatzarbeitskräfte zur Verfügung. Das entspricht fast den Lohnkosten für eine den Zivis vergleichbare Arbeitskraft – jung und angelernt. Wer für den Ersatz der ungelernten Stationshilfe die Gehaltskosten eines ausgelernten Krankenpfleger in Rechnung stellt, argu-mentiert unredlich.

Der Wegfall von 90.000 Zivildienstleistenden führt zu 60.000 neuen Arbeitsplätzen für un- und angelernte Arbeitskräfte, also für diejenigen, die heute erhebliche Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben. 60.000 Menschen werden dann nicht mehr auf Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe angewiesen sein – im Gegenteil: 60.000 Menschen werden in die Sozial- und Steuerkassen einzahlen. Die Minderausgaben bei Arbeitslosengeld und Sozialhilfe und Mehreinnahmen an Steuern von insgesamt knapp 9.000 Euro pro neu geschaffenen Arbeitsplatz sind volkswirtschaftlich sogar ein echter Gewinn.

 
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