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der Zentralstelle KDV

Faire Behandlung von Zivildienstpflichtigen entlastet Bundeshaushalt um 200 Millionen Euro

Vorsitzende Barbara Kramer schreibt an Finanzminister Hans Eichel

04.05.2004 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Über 200 Millionen Euro kann der Finanzminister 2005 einsparen, wenn die versprochene Gleichbehandlung umgesetzt wird. Die Zentralstelle KDV fordert die strikte Angleichung der Einberufungszahlen, weil jede unfreiwillige Einberufung Unterbrechung der Ausbildung, Angst um den Arbeitsplatz oder nach der Ausbildung Angst um die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis bedeutet.

Die Regierungskoalition hat Gleichbehandlung versprochen, hält sich aber nicht daran. Deutlich mehr Kriegsdienstverweigerer werden zum Zivildienst herangezogen als Wehrpflichtige zum Grundwehrdienst. 82.400 müssen in diesem Jahr den Grundwehrdienst antreten, aber 100.000 den Zivildienst. Während der Zivildienst im nächsten Jahr die Zahl halten will, sollen nur noch 66.700 Grundwehrdienst leisten.

Es ist nicht zu verstehen, dass 200 Millionen Euro über das geforderte Maß hinaus für zwangsweise geleisteten Zivildienst ausgegeben werden sollen, während gleichzeitig tausende Jugendliche, die ein freiwilliges Jahr leisten möchten, wegen fehlender Finanzmittel zurückgewiesen werden.

Die Zentralstelle KDV nimmt das Regierungsversprechen ernst. Sie fordert wie die Regierungsparteien „größtmögliche Gerechtigkeit“. Das bedeutet aber: Sofortige Angleichung der Einberufungszahlen des Zivildienstes an den Wehrdienst.

Brief an Finanzminister Hans Eichel im Wortlaut


 
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