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der Zentralstelle KDV

Ausbildungs- statt Zivildienstplätze

07.09.2004 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Die Zentralstelle KDV fordert soziale Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände und den Bundesregierung auf, verstärkt Ausbildungsplätze für soziale Berufe einzurichten.

Soziale Einrichtungen können neue Ausbildungsplätze schaffen, wenn sie das Geld, das sie bisher für Zivildienstleistende ausgegeben haben, in solche Ausbildungsplätze investieren. Mit dem Eigenanteil der Einrichtungen für die Beschäftigung von zwei Zivildienstleistenden, rund 14.000 Euro pro Jahr, lässt sich eine Auszubildende oder ein Auszubildender bezahlen.

Ausbildungsplätze sind Investitionen in die Zukunft. Das gilt doppelt für Berufe, die bei sozialen Einrichtungen in den nächsten Jahren gefragt sein werden. Einen großen Bedarf wird es in der Betreuung älterer und alter Menschen geben.

Erste Einrichtungen gehen mit gutem Beispiel voran: Altenhilfeeinrichtungen in Hannover bieten Ausbildungsplätze für Alterpflegerinnen und Altenpfleger dort an, wo in der Vergangenheit Zivis beschäftigt waren. Im Rheinland werden statt Zivildienstplätze Ausbildungsgänge für Jugendliche angeboten, die in der ambulanten Versorgung von alten, kranken und behinderten Menschen tätig sein wollen.

Würde die Bundesregierung frei werdende Mittel des Zivildienstes - im nächsten Jahr rund 200 Millionen Euro - unterstützend einsetzen, könnten 30.000 neue Ausbildungsplätze (zusätzlich zu den 15.000 "Ein-Euro-Jobs") geschaffen werden.

 
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