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der Zentralstelle KDV

Nur noch 12 % der Soldaten sind Grundwehrdienstleistende

Die SPD will am 13.11.2004 auf einem Fachkongress über Zukunft der Wehrpflicht beraten.

13.09.2004 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Die Bundeswehr praktiziert keine allgemeine Wehrpflicht mehr, sondern hat sich längst in eine Fassadenwehrpflicht geflüchtet. Wenn von 250.000 Soldatinnen und Soldaten nur noch 30.000, also 12 %, echte Grundwehrdienstleistende sein sollen, kann nicht mehr von Wehrpflichtarmee gesprochen werden. 220.000 Militärangehörige werden zukünftig Freiwillige - freiwillig Wehrdienst Leistende (FWDL), Soldatinnen und Soldaten auf Zeit sowie Berufssoldatinnen und Berufssoldaten - sein.

Sicherheitspolitische Gründe werden für die zwangsweise Besetzung der 30.000 Wehrpflichtigenplätze schon lange nicht mehr angeführt. Auch alle anderen Argumente, die für die Beibehaltung der Wehrpflicht genannt werden, relativieren sich, wenn der Wehrpflichtanteil noch 12 % beträgt. Diese Plätze können genauso gut mit Freiwilligen besetzt werden.

Wehrpflicht ist nicht mehr nötig - auch nicht als Fassade. Faktisch ist die Bundeswehr längst eine Freiwilligenarmee. Sie sollte gänzlich zur Freiwilligenarmee werden.

 
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