Presseinformationens-Archiv
der Zentralstelle KDV

Anfragen in der 42. Kalenderwoche

15.10.2004 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Am 13.11.2004 will die Sozialdemokratische Partei Deutschlands auf einem Fachkongress über die Zukunft der Wehrpflicht beraten. Welche Fragen und Sorgen haben aber die Wehr- und Zivildienstpflichtigen? Hier eine kleine Auswahl der Anfragen, die die Zentralstelle KDV in der 42. Kalenderwoche erreichten:

Christian Andrees*, Leipzig: Ich habe vor kurzem meinen Einzugsbescheid bekommen. Und zwar wurde ich zum Grundwehrdienst bei den Gebirgsjägern in Schneeberg verdonnert! Als ich aber meine vorangegangen Musterungsunterlagen durchsah, ist mir aufgefallen, dass ich laut diesen Unterlagen NICHT als Gebirgsjäger eingesetzt werden darf! Soll ich nun Widerspruch mit dieser Begründung einlegen?

Benjamin Bauer*, Leer: Ich habe auch vor ca. 4 Jahren den Kriegsdienst verweigert, und bin zum Technischen Hilfswerk gegangen und habe mich dort (leider) für 6 Jahre verpflichtet. Leider habe ich nun keine Zeit mehr dafür 2 Samstage im Monat zu opfern. Ich habe mich vor kurzem nebenberuflich Selbständig gemacht und auch vor eineinhalb Jahren geheiratet. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, wenn ich aus dem THW austrete, dass ich noch zur Bundeswehr muss?

Carsten Maier*, Hausen: Ich muss den Zivildienst für 9 Monate ableisten. Da wir zu Hause einen Betrieb haben und ich dort eigentlich gebraucht werde, wollte ich wissen, welche Möglichkeiten ich habe, jedenfalls zeitweise freigestellt zu werden. Außer natürlich meinen 20 tägigen Urlaub zu nehmen.

Boris Schulte*, Dörna: Ich sollte ja ursprünglich zum 4.11. meinen Zivildienst im Kreiskrankenhaus in Wesel antreten. Nach meinem Widerspruch gegen die Einberufung wurde ich kurze Zeit später bis zum Studienende zurückgestellt. Damit habe ich mein Ziel erreicht und es stellt in gewisser Weise auch einen persönlichen Triumph für mich dar, da keiner meiner Freunde + Bekannten es für möglich gehalten hatte. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung!

Frank Kunert*, Schnackenburg: Ich wollte mich hiermit nochmals vielmals bei Ihnen bedanken, dass Sie mich so gut beraten haben (email & telefonisch). Ich habe es jetzt endlich geschafft, nach endlosem Hin- und Her, dass mein Antrag auf Ruhen der Wehrpflicht vom Bundesverteidigungsministerium genehmigt wurde. Endlich wurde der ständiger Aufenthalt bei meinen Eltern im Ausland anerkannt und sie haben begriffen, dass ich nur für die Schule hier bin. Ich muss nicht mal mehr zur Musterung. Mir lag wirklich viel daran, das so durchzubekommen, weil ich diese Institution grundsätzlich verabscheue. Nach meinem Abi werde ich dann ein soziales Jahr (wieder im Ausland) machen, was dann in keiner Form mit Kriegs- / Zwangsdienst zu tun hat. Also vielen lieben Dank nochmals.

*) Namen, Orte und Daten wurden geändert.

Verwaltungspannen, Sorge um die Selbstständigkeit, mangelnde Information durch die Behörden kennzeichnen auch in dieser Woche wieder viele Anfragen, die uns erreichten.

 
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