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der Zentralstelle KDV

Wehr-Ungerechtigkeit wird auch durch Falschangaben nicht gerechter

Verteidigungsminister Struck macht sich selbst etwas vor

12.11.2004 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Wie man es auch dreht und wendet: Wenn von 415.000 Männern eines Jahrgangs noch 55.000 für den Grundwehrdienst (40.000) und freiwillig längeren Wehrdienst (15.000) benötigt werden, kann keine Wehrgerechtigkeit hergestellt werden. Auch die Quadratur des Kreises würde dem Verteidigungsminister nicht gelingen.

Über 85.000 für die Landesverteidigung taugliche Wehrpflichtige jedes Jahrgangs werden willkürlich für untauglich erklärt, weil sie die Anforderungen für Auslandseinsätze nicht erfüllen. Dabei sind Grundwehrdienstleistende für diese Einsätze gar nicht vorgesehen.

Nach Abzug aller berechtigten und willkürlichen Ausnahmen stehen rund 106.000 Wehrpflichtige für den Grundwehrdienst zur Verfügung. Davon werden 55.000 einberufen und 51.000 nicht einberufen. Nach wie vor gilt: In den nächsten 10 Jahren nur jeder zweite Taugliche einberufen werden.

Gerechtigkeit wird es nicht geben, wenn an der Wehrpflicht festgehalten wird.

Eine detaillierte Statistik zum Nachvollziehen der Zahlen finden Sie im Internet im pdf-Format

 
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