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der Zentralstelle KDV

Sechs Monate Wehr-/Zivildienst bedeuten neun Monate Arbeitslosigkeit

02.02.2005 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Zur aktuellen Diskussion um die Dauer des Wehrdienstes erklärt der Geschäftsführer der Zentralstelle KDV, Peter Tobiassen:

Die aktuelle Diskussion zeigt vollends die Reformunfähigkeit und wohl auch die Reformunwilligkeit der SPD. Nun will der Verteidigungsminister allen Ernstes über einen sechsmonatigen Wehrdienst reden.

Für Abiturienten bedeutet das im Regelfall, dass sie zwischen Abitur (im Juni) und dem nächstmöglichen Studiumsbeginn (im Oktober des Folgejahres) neun Monate arbeitslos sind. Arbeitsminister Clement wird sich für die staatlich organisierte Arbeitslosigkeit für Abiturienten bedanken.

Dabei sind die Wehrdienstmodelle mit unterschiedlicher Wehrdienstdauer schon vor zwei Jahren analysiert worden. Drei Monate Wehrdienst ist am ehesten kompatibel mit der Lebensplanung junger Menschen, aber militärisch unsinnig. Sechs Monate sind militärisch unsinnig und für die Lebensplanung wegen der Inkaufnahme langer Zwangsarbeitslosigkeit eine Katastrophe.

Wie man es auch dreht und wendet, die Wehrpflicht hat ausgedient. Es gibt nur eine Lösung aus dem Dilemma: Freiwilligkeit. Auch bei der Bundeswehr.

Unsere Analyse der Wehrpflichtmodelle mit
unterschiedlicher Dienstdauer finden Sie unter
www.zentralstelle-kdv.de/wehrpflichtmodelle.htm

 
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