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der Zentralstelle KDV

Einsparungen, die niemanden verärgern

27.10.2005 - Peter Tobiassen - Telefon: 04453/9864888 Mobil: 0171/5081394

Nachdem die Verteidigungspolitiker von SPD und CDU/CSU beschlossen haben, zu den Einsparungen im Bundeshaushalt nichts beizutragen, sind jetzt die Haushaltspolitiker aufgefordert, das vorhandene Einsparpotenzial zu nutzen.

Die Umstellung der Wehrpflicht-Bundeswehr auf eine Freiwilligenarmee mit gleicher Leistungsfähigkeit bringt jährliche Einsparungen von mindestens 1,5 Milliarden Euro.

Das ergibt sich aus Berechnungen der Universität der Bundeswehr in München. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute weisen seit langem nach, dass aus ökonomischen Gründen eine Abkehr von der Wehrpflicht ratsam wäre. Die bestehende massive Wehr-Ungerechtigkeit ist ebenfalls ein Grund, sofort auf die Wehrpflicht zu verzichten.

Niemand, der von dieser Einsparung konkret betroffen ist, würde sich beklagen. Wer zum Wehrdienst einberufen wird, muss seine Ausbildung um ein Jahr verschieben oder sich um seinen Arbeitsplatz sorgen. Der Wegfall der Wehrpflicht würde das Berufseinstiegsalter senken und die Lebensarbeitszeit nach vorne verlängern. Wer gerne Wehrdienst leistet, kann sich auf eine der 37.000 neu zu schaffenden Dienstposten für freiwillige Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr bewerben. Das alles wird möglich mit der Einsparung von 1,5 Milliarden Euro.

Beim Zivildienst würden gleichzeitig 800 Millionen Euro zur Umschichtung freigegeben. Die Schaffung regulärer Arbeitsplätze wird mit diesem Geld ebenso möglich sein wie die bessere Förderung der Freiwilligendienste im sozialen und ökologischen Bereich.

 
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