1. Männer

Zunächst ist von Interesse, wie viele Wehrpflichtige für die Organisation der militärischen Landesverteidigung zur Verfügung stehen. Ausgangspunkt ist die jeweilige Stärke der Geburtsjahrgänge, die zur Mitwirkung bei der Landesverteidigung heranstehen.

Tabelle 1

Da die Wehrpflicht nach Artikel 12a Abs. 1 Grundgesetz auf Männer beschränkt ist, spielt nur der männliche Teil eines Geburtsjahrgangs eine Rolle. In der Tabelle 1 ist aufgeführt, wie viele Männer von den Geburtsjahrgängen 1979 bis 1992 jeweils (mit Stand vom 31.12.2003) für die Wehrpflicht zur Verfügung stehen (männliche deutsche Bevölkerung).

Pro Jahrgang kommen rund 35.000 Männer als Überhang gegenüber den Todesfällen durch Zuwanderung und Einbürgerung zu den Lebendgeborenen hinzu. Ab dem Geburtsjahrgang 1989 dürfte die Zahl der Männer also noch steigen, bis sie für eine Einberufung zum Grundwehrdienst in Frage kommen.

Die Zahl der Erfassten bezieht sich auf den 31.12.2004. Diese Zahl gibt die Anzahl der Männer wieder, die die Wehrverwaltung als Wehrpflichtige registriert hat und die sie zur Musterung laden kann. Sofern später auf die Jahrgangsgröße Bezug genommen wird, wird die Zahl der Erfassten die Bezugsgröße bilden.

 

1Tabelle entnommen dem Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Seite 3, ergänzt um die Spalten „Erfasste" und „Planungsjahr".

2Die Zahl der Erfassten errechnet sich aus den Angaben zu den Gemusterten (Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Tabelle zu Antwort 2b auf Seite 4) und den nicht Gemusterten (Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Tabelle zu Antwort 2d, Seite 5). Die Angaben zur Wohnbevölkerung beziehen sich auf den 31.12.2003, die zu den Erfassten auf den 31.12.2004.

3Das Planungsjahr wurde auf das Jahr festgelegt, in dem die Wehrpflichtigen 18 Jahre alt werden. In diesem Jahr können sie jeweils erstmalig einberufen werden. Von da an stehen sie im Regelfall bis zum 23. Geburtstag zur Verfügung.
 

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