3. Kriegsdienstverweigerer

Nach Artikel 4 Absatz 3 Grundgesetz können Wehrpflichtige, die Gewissensgründe gegen den Kriegsdienst mit der Waffe haben, diesen verweigern. In Folge ihrer Gewissensentscheidung müssen sie nach erfolgter staatlicher Anerkennung statt des Grundwehrdienstes Zivildienst leisten. Sie stehen deshalb für eine Einberufung zum Grundwehrdienst nicht zur Verfügung. Die Zahl der anerkannten Kriegsdienstverweigerer für die einzelnen Geburtsjahrgänge zeigt die folgende Tabelle:

Tabelle 7

Nicht besonders ausgewiesen ist hier, dass nicht alle Kriegsdienstverweigerer bereits vor der Einberufung zum Grundwehrdienst als Kriegsdienstverweigerer anerkannt wurden. Rund 2.500 KDV-Anträge werden pro Jahr von Soldaten und Reservisten gestellt. Diese Gruppe stand zunächst für den Grundwehrdienst zur Verfügung und darf folglich eigentlich nicht herausgerechnet werden, wenn ermittelt wird, wie viele Wehrpflichtige für den Wehrdienst verfügbar sind. Allerdings stehen die nach Einberufung anerkannten Kriegsdienstverweigerer letztlich nicht für den militärischen Teil der Landesverteidigung zur Verfügung. Der Einfachheit halber bleibt dieser Umstand bei den weiteren Berechnungen unberücksichtigt. Es wird für alle anerkannten Kriegsdienstverweigerer angenommen, dass sie nicht zum Grundwehrdienst einberufen werden können. Bei der Abschätzung für die Zukunft wird mit einem KDV-Anteil (anerkannte Kriegsdienstverweigerer an den tauglich Gemusterten) von 48 % weitergerechnet.

 

1 Entnommen aus Tabelle 1.

2 Entnommen aus Tabelle 3.

3 Zahlen entnommen dem Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Tabelle 7b auf Seite 10.

4 Zahlen entnommen dem Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Tabelle 7b auf Seite 10.

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