9. Die Bundeswehrplanung bis zum Jahre 2010

Die Bundesregierung hat einen Transformationsprozess für die Bundeswehr in Gang gesetzt, an dessen Ende im Jahr 2010 der Personalumfang der Streitkräfte auf 250.000 Soldatinnen und Soldaten reduziert sein soll. Es werden dann 195.000 Zeit- und Berufssoldatinnen und -soldaten der Bundeswehr angehören und 55.000 Wehrdienstleistende. Aus Haushaltsgründen ist die Transformation aber schon so weit fortgeschritten, dass der neue Personalumfang schon 2006 erreicht wird. Der Grundwehrdienst dauert 9 Monate (W9), und es wird weiterhin die Möglichkeit geben, freiwillig bis zu 14 Monate länger zu dienen, längstens also einen Wehrdienst von 23 Monaten zu leisten (FWDL). Diese FWDL sind eigentlich freiwillige Soldaten, die aus rechtssystematischen Gründen aber den Grundwehrdienstleistenden zugeschlagen werden, damit der Arbeitsplatzschutz (1) und die Unterhalssicherung (2) auch für sie gilt.

Tabelle 17

Um die Dienstposten der Grundwehrdienstleistenden mit einer Dienstdauer von neun Monaten das ganze Jahr über besetzen zu können, sind ein Drittel mehr Einberufungen nötig als Dienstposten vorhanden sind. Bei den freiwillig länger dienenden Grundwehrdienstleistenden wird von einer durchschnittlichen Dienstdauer von 19 Monaten (8) ausgegangen. Deshalb ist hierfür die Zahl der pro Jahr Einberufenen auf knapp zwei Drittel der Dienstposten festzusetzen.

 

1 „Gesetz über den Schutz des Arbeitsplatzes bei Einberufung zum Wehrdienst" vom 14.2.2001

2 „Gesetz über die Sicherung des Unterhalts der zum Wehrdienst einberufenen Wehrpflichtigen und ihrer Angehöriger „ vom 20.2.2002

3 Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Tabelle 15a, Seite 20.

4 Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Tabelle 15b, Seite 20.

5 Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Tabelle 15a, Seite 20.

6 Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 5.7.2005, Tabelle 15b, Seite 20.

7 Mitte 2001 sahen die Planzahlen für Einberufungen zum Wehrdienst noch so aus: für 2005: 96.000; für 2006: 94.600; für 2007: 93.100; für 2008: 91.600; für 2009: 90.200; für 2010: 88.600;

8 Das entspricht dem Erfahrungswert der letzten Jahre, das Verteidigungsministerium rechnet Anzahl der Dienstposten (z.B. 25.000) die 12 Monate besetzt sein müssen (mal 12), mit Dienstleistenden, die im Schnitt 19 Monate Dienst tun (geteilt durch 19) ergibt die Zahl der Einberufungen (z.B. 15.789).
 

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