12. Wer wird welchen Dienst leisten?

Wie in der Vergangenheit wird es auch für die Zukunft von Bedeutung sein, wie viele Männer eines Geburtsjahrgangs Grundwehrdienst, wie viele andere Dienste geleistet haben und wie viele keinen Dienst leisten mussten.

Tabelle 23

Durch die Änderung der Tauglichkeitskriterien und die deutliche Absenkung der Einberufungen zum Wehrdienst wird künftig nur noch jeder Achte Wehrdienst, jeder Dritte einen anderen Dienst und jeder Zweite gar keinen Dienst mehr leisten.

Die nachfolgende Grafik veranschaulicht die Verteilung:

Schaubild 4

 

1. Entnommen aus Tabelle 1. Die Jahrgänge für die Planungsjahre 2009 und 2010 dürften durch Zuwanderung und Einbürgerung noch deutlich größer werden, so dass der Anteil der Wehrdienst Leistenden am Jahrgang auch hier bei 12 % liegen dürfte.

2.15.800 (siehe Tabelle 17, Spalte „Einberufungen FWDL") dieser Grundwehrdienstleistenden sind eigentlich freiwillige Soldaten, die aus rechtssystematischen Gründen den Pflichtwehrdienst Leistenden zugeschlagen werden. Echte Grundwehrdienstleistende sind ab 2007 nur noch 40.600 Wehrpflichtige pro Jahr.

3. Zivil- und Katastrophenschutz, Entwicklungsdienst, Polizei, Zeitsoldaten ohne vorherigen Grundwehrdienst, Zivildienst und Zivildienstersatzdienste.

4. Nicht gemusterte Wehrpflichtige, Untaugliche, Ausgeschlossene, Befreite, Freigestellte wegen unzumutbarer Härte und Unabkömmlichkeit, ohne Grund nicht einberufene Wehrpflichtige.

5. Siehe Peter Tobiassen, „Die Neuausrichtung der Bundeswehr und die Frage der Wehrgerechtigkeit" vom Juli 2001, Seite 16, Tabelle 18, , im Internet unter: www.zentralstelle-kdv.de/wehrgerechtigkeit.doc. Dadurch, dass nach den damaligen Planungen rund 35.000 Einberufungen mehr als heute zum Wehrdienst erfolgen sollten, hätte noch jeder Fünfte zur Bundeswehr einberufen werden können.
 

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